Stimme im Radio: „[…]Den Kindern wurde unter anderem besprochenes Salz gereicht.[…]“
„Was soll denn besprochenes Salz sein?“
„Salz, das man anspricht?“
„Oh, was hast du für eine perfekte Kristallstruktur, möge deine kubisch-dichteste Packung mir bekommen! So vielleicht?“[1]
Vor einer Weile haben wir etwas von besprochenem Salz gehört und als angehende Chemiker wussten wir zunächst überhaupt nichts damit anzufangen. Warum soll man Salz besprechen? Also darüber sprechen ja, aber besprechen? Und vor allem, mit was bespricht man denn so ein Salz? Den obigen Vorschlag eines Kommilitonen fand ich daher absolut plausibel. Daher mag ich heute auch ein bisschen Salz besprechen, also drüber sprechen, nicht so ansprechen… also ich meine… ach ihr wisst schon…
Salz kennt jeder. Das ist dieses weiße Zeug, das man in sein Essen gibt, damit es nach etwas schmeckt (in der Unimensa und diversen Kantinen vergessen die das zum Beispiel meistens). Der Chemiker nennt dieses Salz auch Natriumchlorid (NaCl). Eigentlich ist das Salz, das abgebaut und verkauft wird, nicht pures Natriumchlorid, es enthält noch in minimalen Anteilen andere Salze.
Wenn es andere Salze gibt, was ist dann ein Salz? Salz ist keine andere oder umgangs-sprachliche Bezeichnung für Natriumchlorid (obwohl es oft synonym verwendet wird). Salze sind eine Art der chemischen Verbindungen. Als Salz bezeichnet man Verbindungen, die aus Ionen aufgebaut sind.
Elemente sind unter anderem aufgebaut aus Neutronen (sitzen im Kern, haben keine Ladung und haben die Aufgabe, viel Masse zu machen), Protonen (die sind positiv, sitzen im Kern, und leisten ebenfalls ihren Beitrag zur Masse, ihre Anzahl entscheidet darüber, was für ein Element vorliegt) und Elektronen (die sind negativ und so leicht, dass man sie rechnerisch manchmal ignoriert). Sehr weit außen liegende Elektronen kann man relativ leicht aus einem Atom entfernen und an ein anderes Atom übergeben. Es entstehen also Teilchen, die einen Überschuss oder einem Mangel an negativen Teilchen haben, die Ionen. Was ionisch aufgebaut ist, neigt im festen Zustand dazu Kristalle zu bilden.
Kristalle zeichnen sich dadurch aus, dass die Atome (wie z. B. Metalle) oder Ionen (wie in Natriumchlorid) und manchmal auch ganze Moleküle (man denke nur an Zucker) in einer sehr regelmäßigen dreidimensionalen Anordnung vorliegen. Natriumchlorid ist eines der schönsten, weil einfachsten Beispiele. Da geht es
„Was soll denn besprochenes Salz sein?“
„Salz, das man anspricht?“
„Oh, was hast du für eine perfekte Kristallstruktur, möge deine kubisch-dichteste Packung mir bekommen! So vielleicht?“[1]
Vor einer Weile haben wir etwas von besprochenem Salz gehört und als angehende Chemiker wussten wir zunächst überhaupt nichts damit anzufangen. Warum soll man Salz besprechen? Also darüber sprechen ja, aber besprechen? Und vor allem, mit was bespricht man denn so ein Salz? Den obigen Vorschlag eines Kommilitonen fand ich daher absolut plausibel. Daher mag ich heute auch ein bisschen Salz besprechen, also drüber sprechen, nicht so ansprechen… also ich meine… ach ihr wisst schon…
Salz kennt jeder. Das ist dieses weiße Zeug, das man in sein Essen gibt, damit es nach etwas schmeckt (in der Unimensa und diversen Kantinen vergessen die das zum Beispiel meistens). Der Chemiker nennt dieses Salz auch Natriumchlorid (NaCl). Eigentlich ist das Salz, das abgebaut und verkauft wird, nicht pures Natriumchlorid, es enthält noch in minimalen Anteilen andere Salze.
Wenn es andere Salze gibt, was ist dann ein Salz? Salz ist keine andere oder umgangs-sprachliche Bezeichnung für Natriumchlorid (obwohl es oft synonym verwendet wird). Salze sind eine Art der chemischen Verbindungen. Als Salz bezeichnet man Verbindungen, die aus Ionen aufgebaut sind.
Elemente sind unter anderem aufgebaut aus Neutronen (sitzen im Kern, haben keine Ladung und haben die Aufgabe, viel Masse zu machen), Protonen (die sind positiv, sitzen im Kern, und leisten ebenfalls ihren Beitrag zur Masse, ihre Anzahl entscheidet darüber, was für ein Element vorliegt) und Elektronen (die sind negativ und so leicht, dass man sie rechnerisch manchmal ignoriert). Sehr weit außen liegende Elektronen kann man relativ leicht aus einem Atom entfernen und an ein anderes Atom übergeben. Es entstehen also Teilchen, die einen Überschuss oder einem Mangel an negativen Teilchen haben, die Ionen. Was ionisch aufgebaut ist, neigt im festen Zustand dazu Kristalle zu bilden.
Kristalle zeichnen sich dadurch aus, dass die Atome (wie z. B. Metalle) oder Ionen (wie in Natriumchlorid) und manchmal auch ganze Moleküle (man denke nur an Zucker) in einer sehr regelmäßigen dreidimensionalen Anordnung vorliegen. Natriumchlorid ist eines der schönsten, weil einfachsten Beispiele. Da geht es
Natrium - Chlorid - Natrium - Chlorid
und in der drunter liegenden SchichtChlorid - Natrium - Chlorid - Natrium.
Die dritte Schicht ist dann wieder wie die erste Schicht. Das gibt dann solche ABAB-MusterNatriumchlorid ist nicht das einzige Salz, das so kristallisiert. Aber es ist das bekannteste. Die Anordnung von Natrium und Chlorid ist sogar so perfekt, dass man es als kubisch-dichteste Packung bezeichnet. Kubisch, weil man die einzelnen Teilchen in einen Würfel einmalen kann. Die Stapelung der Schichten ABAB erlaubt es wiederum, dass die Teilchen unglaublich nah aneinander rücken. Wenn die Teilchen das tun, dann sind etwa 74 % des Raumes mit ihnen gefüllt und der Rest ist leer. Mehr geht nicht, mehr ist nicht drin (zumindest nicht ohne Gewalt).
Ironischerweise ist wiederum Kristallglas nicht kristallin, es ist - wie alle Gläser - amorph. Es macht also genau das Gegenteil. Statt regelmäßige Anordnungen findet man… na ja keine besondere Struktur.
Bild 2 Struktur des Siliciumoxids (Quarzglas)[3]Warum man Salz besprechen sollte, wird mir hier trotzdem nicht klar. Seine Kristallstruktur macht es auch ohne mich, zumindest, wenn ich nicht gerade mit einem Hammer drauf rumprügel oder es auflöse.
Anmerkung
[1]hr3, vermutlich am 6.4.10. Wenn ich mich recht erinnere über die Meldung eines privaten Kindergartens, der wegen esoterischer Handlungen geschlossen wurde.
[2]Quelle: Wikipedia, die Datei ist gemeinfrei
[3]Quelle: Wikipedia, die Datei steht unter einer Creative Commom Lizenz (cc-by-sa)
Anmerkung
[1]hr3, vermutlich am 6.4.10. Wenn ich mich recht erinnere über die Meldung eines privaten Kindergartens, der wegen esoterischer Handlungen geschlossen wurde.
[2]Quelle: Wikipedia, die Datei ist gemeinfrei
[3]Quelle: Wikipedia, die Datei steht unter einer Creative Commom Lizenz (cc-by-sa)

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