Über Tautomerie

Tautomerie

Ganz ohne Chemie... geht's nicht.


Hallo und Willkommen.

Dies ist ein Weblog über Chemie, also ein Chemieblog.

Ich studiere diese Wissenschaft seit fast drei Jahren und in der Zeit ist mir immer wieder aufgefallen, dass zu Chemie sehr zwiespältige Meinungen herrschen. Ihr wird nachgesagt, sie wäre schwierig oder gar böse, dabei bietet sie Unmengen an Dingen, die unser Leben nicht nur bequemer machen, sondern auch erst ermöglichen.

Viele Menschen haben nur eine ungefähre Vorstellung, was Chemie ist, zum Beispiel kennen viele die Symbole von Elementen, Elektronen, Reaktionsgleichungen und ähnliches und ahnen oft nicht, wie viel Chemie es wirklich gibt und wie viel sie umgibt. Dabei meine ich nicht nur Gifte, Nahrungsmittelzusätze und Medikamente, sondern auch Kunststoffe, Bildschirme und Farben.

Dabei hat Tautomerie keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich möchte lediglich dann und wann einen Einblick in die Welt der Chemie geben, Grundlegendes ansprechen aber auch auf aktuelle Ergebnisse verweisen. Das Niveau der Inhalte wird sich, denke ich, im Laufe der Zeit einpendeln. Es ist ausgerechnet in der Chemie schwer zu beurteilen, wie viel jemand wirklich darüber weiß. Es gibt Leute, die lernen in der Realschule alles, was im Lehrplan steht und wiederum andere beenden das Abitur ohne je etwas von Stoffmenge und Isomerie gehört zu haben.

Oh, und ehe ich es vergesse. Was ist Tautomerie? Tautomerie ist ein Begriff aus der Chemie. Er beschreibt zwei Moleküle, die dieselbe Anzahl an bestimmten Atomen haben, die jedoch ähnlich, aber eben nicht gleich verknüpft sind. Diese Moleküle liegen dabei in einem Gleichgewicht vor und lassen sich reversibel ineinander umwandeln, weil einige Atome oder Atomgruppen wandern.

Bild: Beispiel einer Tautomerie:
Es wandert der Wasserstoff zum Sauerstoff (jup, der Pfeil zeigt völlig richtig in die entgegengesetzte Richtung) und wieder zurück.
„R“ steht dabei für einen Rest. Was „R“ genau ist, ist hier nicht so wichtig.

Tautomere kann man dabei – im Gegensatz zu den Ausgangs- und Endsubstanzen einer Reaktion – (meist) nicht isolieren.

Chemie kommt nicht ohne Reaktionsgleichungen aus, denn sie ist auch die Lehre von der Umwandlung der Stoffe und das kann man nur mit Reaktionsgleichungen wirklich gut darstellen. Sie dienen aber eher zur Verdeutlichung, um sie zu verstehen reicht eigentlich guter Chemieunterricht bis zur 10. Klasse (oder eine Nachfrage in den Kommentaren). 

Konstruktive Kritik, Fragen, Korrekturen, Anmerkungen und Liebesbekundungen sind selbstverständlich jederzeit herzlich willkommen.



Grüße
Anna